
Die Entwicklungsphasen von Burnout
Das 10-Phasen-Modell (nach Fengler) zeigt eindrucksvoll, wie die Betroffenen bei anfänglichem Überidealismus über Schuldgefühle wegen geringer werdender Freundlichkeit und vermehrten Anstrengungen dies zu kompensieren, hin zu Gefühlen von Erfolglosigkeit und Hilflosigkeit ein Burn-out-Syndrom entwickeln.
Wie lange jede einzelne Phase anhält und in welchem Lebensalter sie auftritt, ist unterschiedlich: im Augenblick beobachten wir, dass immer jüngere Menschen ein Burnout-Syndrom entwickeln. Dies liegt sicher unter anderem an den steigenden Ansprüchen in der
Arbeitswelt, aber auch im privaten Umfeld: Statussymbole kosten Geld! Der „Wettbewerb“ wird auch im Umgang mit Freunden und Nachbarn fortgesetzt. Ein gesunder Weg, mit den Folgen der Erschöpfung und des Überidealismus umzugehen, wäre ein „Kützertreten“, um zu überlegen, was man in Zukunft anders machen kann. Dagegen neigen Burnout-Gefährdete dazu, o.g. Prozess als gegeben hinzunehmen und als Lösungsversuch, frei nach Watzlawick, „mehr vom selben“ anzuwenden – die zugrundeliegenden Gedanken und das eigene Verhalten werden weder hinterfragt noch korrigiert, sondern es wird ein Weg gesucht, um so weiterzumachen wie bisher: damit ist der Entwicklung des Burnout-Syndroms Tür und Tor geöffnet.
Phase 1 Freundlichkeit und (Über-) Idealismus
Phase 2 Überforderung (meist nicht wahrgenommen)
Phase 3 Geringer werdende Freundlichkeit
Phase 4 Schuldgefühle darüber
Phase 5 Vermehrte Anstrengungen
Phase 6 Erfolglosigkeit
Phase 7 Hilflosigkeit
Phase 8 Hoffnungslosigkeit
Phase 9 Erschöpfung, Abneigung gegen Klienten, Mitarbeiter, Schüler, Apathie
Phase 10 Burn-Out-Syndrom, d.h. Selbstbeschuldigung, Zynismus, psychosomatische Reaktionen, Fehlzeiten, Unfälle etc.
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